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<title>Flugabwehrpanzer</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Flugabwehrpanzer</span></h1>
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<p>Ein <b>Flugabwehrpanzer</b> ist ein <a href="Panzer" title="Panzer">gepanzertes Fahrzeug</a>, das zur <a href="Flugabwehr" title="Flugabwehr">Flugabwehr</a> und gegebenenfalls zur <a href="Luftraum%C3%BCberwachung" title="Luftraumüberwachung">Luftraumüberwachung</a> auf kurze und mittlere Distanzen verwendet wird.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p>Der Begriff <i>Flugabwehrpanzer</i> ist in dieser Form nur im deutschen Sprachraum gebräuchlich. Im englischen Sprachgebrauch sind die Begriffe <i>anti-aircraft vehicle</i> (Flugabwehrfahrzeug), <i>self-propelled anti-aircraft weapon</i> (abgekürzt <i>SPAA</i>, selbstfahrende Flugabwehrwaffe) oder <i>self-propelled air defense system</i> (abgekürzt <i>SPAD</i>, selbstfahrendes Luftverteidigungssystem), im russischen Sprachgebrauch der Begriff <i>Зенитная самоходная установка</i> (abgekürzt <i>ЗСУ</i>, selbstfahrende Flugabwehrlafette) üblich. In beiden Fällen ist der Inhalt des Begriffes nicht auf gepanzerte Waffensysteme beschränkt.
Der Begriff <i>Flakpanzer</i> als Abkürzung für <i>Flugabwehrkanonenpanzer</i> lässt sich im deutschen Sprachgebrauch erstmals mit Sicherheit 1944 belegen, als das auf dem Fahrgestell des Panzers&nbsp;IV basierende Waffensystem als „Flakpanzer (2&nbsp;cm) mit Fahrgestell Panzer&nbsp;IV (Sd.Kfz. 161/4)“ bezeichnet wurde.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein im selben Jahr gebauter Vorgänger auf dem gleichen Fahrgestell erhielt dagegen die Bezeichnung „Panzerflak-Selbstfahrlafette (3,7&nbsp;cm) auf Panzerkampfwagen&nbsp;IV (Sd.Kfz. 161/3)“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Im Sprachgebrauch der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> werden für derartige Fahrzeuge allgemein die Bezeichnungen <i>Flugabwehrkanonenpanzer</i>, kurz <i>FlakPanzer</i>, und <i>Flugabwehrraketenpanzer</i>, kurz <i>FlaRakPanzer</i>, benutzt. Im Sprachgebrauch der <a href="NVA" class="mw-redirect" title="NVA">NVA</a> wurden derartige Fahrzeuge, sofern sie mit Kanonen bewaffnet waren, allgemein als <i>Fla-Selbstfahrlafette</i>, abgekürzt <i>Fla-Sfl</i>, bezeichnet.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einteilung">Einteilung</h2></div>
<p>Eingeteilt werden die Fahrzeuge konstruktiv in Flugabwehrkanonenpanzer und Flugabwehrraketenpanzer sowie Mischformen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flugabwehrkanonenpanzer">Flugabwehrkanonenpanzer</h3></div>

<p>Die Bewaffnung moderner <i>Flakpanzer</i> besteht aus <a href="Maschinenkanone" title="Maschinenkanone">Maschinenkanonen</a>, die für die Luftabwehr modifiziert oder entwickelt wurden. Diese Waffen haben zwar eine relativ geringe Reichweite, zeichnen sich aber durch eine hohe <a href="Kadenz_(Waffentechnik)" title="Kadenz (Waffentechnik)">Kadenz</a> aus. Mit der dadurch erzeugten Geschoßwolke wird eine ausreichend hohe Vernichtungswahrscheinlichkeit erreicht. Zum Einsatz kommen zumeist einrohrige Waffensysteme, von denen teilweise jedoch mehrere gleichzeitig verwendet werden. Auch Gatling-Kanonen oder andere mehrläufige Waffensysteme finden Verwendung, wenn auch vergleichsweise selten. Die kompakte Bauweise ermöglicht hohe Richtgeschwindigkeiten, was den Kampf gegen tieffliegende schnelle Ziele erleichtert.
</p><p>Bei modernen Flakpanzern werden die Zieldaten mit Hilfe eines <a href="Radar" title="Radar">Radargerätes</a> oder optoelektronischer Sensoren ermittelt. Unter Berücksichtigung von Kurs und Geschwindigkeit des Luftzieles und der Flugzeit der Geschosse werden der <a href="Vorhalt_(Waffe)" title="Vorhalt (Waffe)">Vorhaltepunkt</a> berechnet und die Richtwerte für die Waffen ermittelt. Gerichtet werden die Waffen automatisch mit Hilfe elektrischer oder hydraulischer Richtantriebe. Einige Flakpanzer verfügen über Sensoren zur Messung der Temperatur, der <a href="M%C3%BCndungsgeschwindigkeit" title="Mündungsgeschwindigkeit">Mündungsgeschwindigkeit</a> und anderer für die <a href="Ballistik" title="Ballistik">Ballistik</a> relevanter Parameter. Diese fließen in die Berechnung der Richtwerte ein, was die Genauigkeit erhöht. Moderne Flakpanzer sind in der Lage, den Feuerkampf sowohl im Stand als auch während der Fahrt zu führen.
</p><p>Verschossen werden im Kampf gegen <a href="Luftziel" class="mw-redirect" title="Luftziel">Luftziele</a> <a href="Splittergranate" class="mw-redirect" title="Splittergranate">Splittergranaten</a>. Durch die hohe <a href="Rasanz" title="Rasanz">Rasanz</a> der Flugbahn und die hohe Feuergeschwindigkeit eignen sich Flakpanzer auch zum Kampf gegen Ziele am Boden. In diesen Fällen werden auch panzerbrechende Granaten eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flugabwehrraketenpanzer">Flugabwehrraketenpanzer</h3></div>
<p>Die Bewaffnung der Flugabwehrraketenpanzer, kurz <i>FlaRakpanzer</i>, besteht aus <a href="Flugabwehrrakete" title="Flugabwehrrakete">Flugabwehrraketen</a>. Dabei kommen sowohl infrarot- als auch radargesteuerte Lenkflugkörper zum Einsatz. Infrarotgelenkte Lenkflugkörper sind selbstlenkende <a href="Fire-and-Forget" title="Fire-and-Forget">Fire-and-Forget</a>-Waffen, die in der Lage sind, Ziele ohne weitere Unterstützung der Feuerplattform, des Schützen oder sonstiger externer Hilfsmittel anzusteuern. Radargesteuerte Lenkflugkörper benötigen ein oder mehrere Radargeräte, die Ziel und Lenkflugkörper ständig erfassen, sowie einen Feuerleitcomputer, der die Lenkkommandos für den Lenkflugkörper berechnet. Dieser Computer kann auch im Lenkflugkörper untergebracht sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mischformen">Mischformen</h3></div>
<p>Kombinationssysteme verfügen neben Rohrwaffen auch noch über Raketen zur Bekämpfung von Zielen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeit_bis_zum_Ende_des_Ersten_Weltkrieges">Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges</h3></div>

<p>Bereits vor Beginn des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieges</a> wurden <a href="Flugabwehrkanone" title="Flugabwehrkanone">Flugabwehrkanonen</a> auf Lkw-Fahrgestelle montiert. Grund war weniger der Schutz der eigenen Truppen auf dem Gefechtsfeld – dieser war schon wegen der praktisch nicht vorhandenen Bomben- und Schlachtflugzeuge unnötig – als vielmehr die Erhöhung der Mobilität dieser Waffen. Die ursprünglich Ballonabwehrkanonen genannten Geschütze wurden zum Kampf gegen <a href="Fesselballon" title="Fesselballon">Fesselballone</a> entwickelt, die wiederum für die Fernaufklärung und die Leitung des <a href="Artillerie" title="Artillerie">Artilleriefeuers</a> genutzt wurden. Motorisierte Ballonabwehrkanonen konnten schneller verlegt und zur Bildung von Schwerpunkten eingesetzt werden. Derartige Fahrzeuge wurden in Deutschland unter anderem von <a href="Friedrich_Krupp_AG" title="Friedrich Krupp AG">Krupp</a><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, aber auch im <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich_von_Gro%C3%9Fbritannien_und_Irland" class="mw-redirect" title="Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland">Vereinigten Königreich</a>, <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>, den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> und in <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">Russland</a> entwickelt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit Beginn des Weltkrieges kam die Bekämpfung von Flugzeugen als Aufgabe für diese Waffen hinzu. Anfänglich wurden auch Flugzeuge vornehmlich für die Aufklärung und Feuerleitung eingesetzt. In zunehmendem Maße wurden jedoch Bomben- und <a href="Schlachtflugzeug" class="mw-redirect" title="Schlachtflugzeug">Schlachtflugzeuge</a> entwickelt und hergestellt. Produzierte die deutsche Flugzeugindustrie 1914 294 Aufklärungsflugzeuge (Typ A), aber kein einziges Bomben- oder Schlachtflugzeug, so waren es 1918 465 Schlachtflugzeuge (Typen I und S), 789 Bombenflugzeuge (Typ G) und 7320 Aufklärungs-, Bomben- und Schutzflugzeuge (Typ C).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem zunehmenden Einsatz von Flugzeugen an der Front, aber auch durch den massierten Einsatz von Artillerie wurde ein Schutz der Flugabwehrfahrzeuge notwendig. Folgerichtig panzerte man zumindest die Fahrerhäuser der Fahrzeuge. Vorreiter war hier auf deutscher Seite die Ballonabwehrkanone von Ehrhardt<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, dessen Entwurf jedoch abgelehnt wurde. Weitere Beispiele für diese Entwicklung sind die in Russland entwickelten <a href="Russo-Balt" title="Russo-Balt">Russo-Balt</a> T mit 76-mm-FlaK und Austin mit 57-mm-FlaK. Als Waffen kamen Kanonen der Kaliber 50 bis 77 mm zum Einsatz, die für den Einsatz als Flug- bzw. Ballonabwehrwaffen abgeändert wurden. Diese Waffen wiesen ausreichende ballistische Leistungen auf, um sowohl Ballone – die über den gegnerischen Stellungen aufstiegen – als auch Flugzeuge zu bekämpfen. Aufgestellt wurden die Waffen auf relativ hohen <a href="Lafette" title="Lafette">Sockellafetten</a>, um einen <a href="Schwenkbereich" title="Schwenkbereich">Schwenkbereich</a> von 360° zu erreichen und auch bei hohen Erhöhungswinkeln einen ausreichenden <a href="Rohrr%C3%BCcklauf" title="Rohrrücklauf">Rohrrücklauf</a> zu ermöglichen. Die hohe Aufstellung und der Platzbedarf für die Bedienung der Waffe beim Schwenken machten jedoch den Schutz schwierig. Zumindest während des Marsches war die Besatzung bei einigen Fahrzeugen durch hochklappbare Bordwände gegen Handfeuerwaffen und Splitter geschützt. Abgeklappt dienten diese Seitenwände als Trittfläche für die Bedienung.
</p><p>Eine andere Entwicklungslinie zeichnete sich durch den Einsatz kleinkalibriger Maschinenwaffen ab. Die geringere Wirkung im Ziel wurde durch die höhere Kadenz ausgeglichen. Aufgrund der geringeren Reichweite mussten diese Waffe jedoch in vorderster Linie eingesetzt werden und waren so gegnerischer Waffenwirkung stärker ausgesetzt. Da diese Waffen jedoch wesentlich kompakter waren und eine kleinere Bedienung benötigten, war die Entwicklung von rundum gepanzerten Flugabwehrfahrzeugen möglich.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Canon de 75 modèle 1897</i> auf Lkw, Frankreich</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Davidson-Cadillac, USA, 1909</div>
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<div class="gallerytext">7,7-Krupp-Ballonabwehrkanone, Deutschland, 1912</div>
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<div class="gallerytext"><i>QF 13 pounder 6 cwt AA gun</i> auf einem Lkw von <a href="Thornycroft_(Fahrzeugmarke)" title="Thornycroft (Fahrzeugmarke)">Thornycroft</a>, Vereinigtes Königreich, 1915</div>
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<div class="gallerytext">Austin mit 57-mm-FlaK, Russland, 1915</div>
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<div class="gallerytext"><a href="Russo-Balt" title="Russo-Balt">Russo-Balt</a> T mit 76-mm-FlaK, Russland, 1915</div>
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<div class="gallerytext"><i>75mm 1916 Model field gun</i> auf Lkw, USA, 1916</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Peerless mit <i>40-мм Vickers QF Mark II</i>, Vereinigtes Königreich, 1916</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeit_zwischen_den_Weltkriegen">Zeit zwischen den Weltkriegen</h3></div>

<p>In den 1920er Jahren wurden von <a href="Michail_Nikolajewitsch_Tuchatschewski" title="Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski">Tuchatschewski</a> und <a href="Wladimir_Kiriakowitsch_Triandafillow" title="Wladimir Kiriakowitsch Triandafillow">Triandafillow</a> (<a href="Tiefe_Operation" title="Tiefe Operation">Tiefe Operation</a>) in der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>, <a href="Basil_Liddell_Hart" class="mw-redirect" title="Basil Liddell Hart">Lidell Hart</a> im Vereinigten Königreich, <a href="Charles_de_Gaulle" title="Charles de Gaulle">de Gaulle</a> in Frankreich sowie von <a href="Walther_Nehring" title="Walther Nehring">Nehring</a> und <a href="Heinz_Guderian" title="Heinz Guderian">Guderian</a> in Deutschland Konzepte für eine bewegliche Gefechtsführung entwickelt, die sich hauptsächlich auf gepanzerte Truppen abstützte. Diese Ideen erforderten konsequenterweise auch die Entwicklung entsprechend beweglicher, geschützter Unterstützungsfahrzeuge.
</p><p>In der Sowjetunion wurden ab Beginn der 1930er Jahre die <a href="SU-6" title="SU-6">SU-6</a> und die <a href="SU-8_(Flakpanzer)" title="SU-8 (Flakpanzer)">SU-8</a> entwickelt. Für beide Fahrzeuge war die moderne, ursprünglich von Rheinmetall entwickelte <a href="76-mm-Flugabwehrkanone_M1931_(3-K)" title="76-mm-Flugabwehrkanone M1931 (3-K)">76-mm-Flugabwehrkanone M1931</a> vorgesehen. Als Basisfahrzeug der SU-6 diente der leichte Panzer <a href="T-26" title="T-26">T-26</a>, für die SU-8 der schwere Panzer <a href="T-28_(Panzer)" title="T-28 (Panzer)">T-28</a>. Bei beiden Fahrzeugen konnte ein Schutz der Bedienung während des Waffeneinsatzes aufgrund der oben beschriebenen Probleme nicht realisiert werden, lediglich während des Marsches war sie teilweise durch hochklappbare Seitenwände geschützt. Der T-26 war zu leistungsschwach, um die schwere Flugabwehrkanone tragen zu können. Da Motor, Kraftübertragung und Fahrgestell permanent überlastet waren, musste die Entwicklung eingestellt werden. Aufgrund von Schwierigkeiten mit der Produktion des T-28 wurde der einzige Prototyp der SU-8 nie fertiggestellt. Der Ansatz, den T-26 mit einer kleineren und leichteren 40-mm-FlaK zu bewaffnen, wurde nicht weiterverfolgt. Lediglich die <a href="76-mm-Fla-Sfl_29-K" title="76-mm-Fla-Sfl 29-K">76-mm-Fla-Sfl 29-K</a> wurde in sehr geringer Stückzahl produziert. Die auf dem Fahrgestell des schweren Lkw JaA-10 aufgebaute Waffe entsprach konzeptionell den Flugabwehrfahrzeugen des Ersten Weltkrieges und wies aufgrund der fehlenden Panzerung des Fahrerhauses einen geringeren Schutz als die Fahrzeuge von Russo-Balt oder Austin auf. Damit verfügte die <a href="Rote_Armee" title="Rote Armee">Rote Armee</a> zu Beginn des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> praktisch über keinerlei selbstfahrende Flugabwehrwaffen.
</p><p>Im Vereinigten Königreich wurde der zweite Prototyp der Birch gun mit einer 75-mm-Kanone ausgerüstet und war zum Kampf gegen Luftziele geeignet. Die Waffe wurde offen auf dem Fahrgestell aufgestellt, die Bedienung war also während des Einsatzes ungeschützt. Das Projekt wurde jedoch 1928 abgebrochen. Vickers Armstrong baute auf dem Chassis des <i>Mk.E 6-ton light tank/Dragon Medium Mark IV tractor</i> einen Flugabwehrpanzer mit der QF 1 pounder pom-pom (Kaliber 40 mm).<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Von diesem Fahrzeug wurden 26 Exemplare an <a href="Siam" title="Siam">Siam</a> verkauft und im <a href="Franz%C3%B6sisch-Thail%C3%A4ndischer_Krieg" title="Französisch-Thailändischer Krieg">Französisch-Thailändischen Krieg</a> eingesetzt, damit handelt es sich um den wahrscheinlich weltweit ersten <i>Flakpanzer</i> auf Kettenfahrgestell. Der <i>Light Tank AA Mk.I.</i>, ebenfalls eine Entwicklung von Vickers-Armstrong, war mit vier <a href="Maschinengewehr" title="Maschinengewehr">Maschinengewehren</a> ausgerüstet. Vom <a href="Light_Tank_Mk_VI" title="Light Tank Mk VI">Light Tank Mk VI</a> wurden sowohl Versionen mit zwei 15-mm-Maschinengewehren, als auch mit vier .50cal Maschinengewehren hergestellt. Insgesamt erwies sich der britische Ansatz, kleinkalibrige Maschinenwaffen anstelle großkalibriger Flugabwehrkanonen in die vorhandenen Panzerfahrgestelle zu integrieren, als erfolgreicher als die sowjetischen Bemühungen. Allerdings hatten diese Flugabwehrwaffen eine relativ geringe Reichweite. Auch waren Schutz und Beweglichkeit dieser Panzer nur wenig ausgeprägt.
</p><p>In Deutschland wurde die Entwicklung gepanzerter Fla-Waffen durch die Bestimmungen des <a href="Friedensvertrag_von_Versailles" title="Friedensvertrag von Versailles">Versailler Vertrages</a> gehemmt. Durch das Verbot der Entwicklung und des Baus von Panzern standen keine geeigneten Basisfahrzeuge zur Verfügung. Die <a href="Panzerkampfwagen_I" title="Panzerkampfwagen I">Panzerkampfwagen I</a> bzw. <a href="Panzerkampfwagen_II" title="Panzerkampfwagen II">II</a> wurden erst ab 1934 bzw. 1935 einsatzreif. Beide Fahrzeuge waren zu klein und leistungsschwach, um eine wirkungsvolle Fla-Bewaffnung tragen zu können. Dafür entstanden Flugabwehrwaffen auf <a href="Halbkettenfahrzeug" title="Halbkettenfahrzeug">Halbkettenfahrzeugen</a>. Mit dem <a href="Sd.Kfz._10" title="Sd.Kfz. 10">Sd.Kfz. 10/4</a> und dem <a href="Sd.Kfz._6" title="Sd.Kfz. 6">Sd.Kfz. 6/2</a> standen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges eine 2-cm- bzw. 37-mm-FlaK auf derartigen Fahrgestellen zur Verfügung. Die Fahrzeuge waren mobil und konnten gepanzerten Verbänden auf dem Marsch und im Angriff folgen, jedoch war der Schutz nur in Form des Schutzschildes der Fla-Waffen vorhanden, Fahrzeug und Bedienung blieben ungeschützt.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Birch gun Mk. II, Vereinigtes Königreich, 1926</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Sd.Kfz 6/2</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Sd.Kfz 10/4</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweiter_Weltkrieg">Zweiter Weltkrieg</h3></div>

<p>Während des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> hatte sich in zunehmendem Maße die Wirksamkeit des Einsatzes von <a href="Sturzkampfflugzeug" title="Sturzkampfflugzeug">Sturzkampf-</a>, <a href="Jagdbomber" title="Jagdbomber">Jagdbomben-</a> und <a href="Schlachtflugzeug" class="mw-redirect" title="Schlachtflugzeug">Schlachtflugzeugen</a> deutlich gezeigt. Bei fehlender <a href="Luft%C3%BCberlegenheit" title="Luftüberlegenheit">Luftüberlegenheit</a> war die Möglichkeit der eigenen Operationsführung ohne wirksame <a href="Flugabwehr" title="Flugabwehr">Flugabwehr</a> stark eingeschränkt. Eigene Truppen benötigten Schutz nicht nur in <a href="Verf%C3%BCgungsraum" title="Verfügungsraum">Verfügungsräumen</a>, sondern auch auf dem Marsch und im Gefecht. Dies führte zur Weiterentwicklung der selbstfahrenden Fla-Artillerie und zur Entwicklung von Flugabwehrpanzern im klassischen Sinne.
</p><p>In Deutschland wurde zunächst an der Nutzung von Halbkettenfahrzeugen als Trägerfahrzeug für Flugabwehrwaffen festgehalten. Neben den bereits eingeführten Typen wurden der <a href="2-cm-Flak-Vierling_38" title="2-cm-Flak-Vierling 38">2-cm-Flak-Vierling 38</a> und die <a href="3%2C7-cm-Flak_37" title="3,7-cm-Flak 37">3,7-cm-Flak 37</a> auf dem <a href="Sd.Kfz._7" title="Sd.Kfz. 7">Sd.Kfz. 7</a> entwickelt, produziert und eingesetzt. Die Forderung nach erhöhtem Schutz für die Bedienung führte ab 1942 zur Entwicklung von Flugabwehrfahrzeugen auf Basis des <a href="Sch%C3%BCtzenpanzerwagen_Sd.Kfz._251_mit_FlaK" title="Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251 mit FlaK">Schützenpanzerwagens Sd.Kfz. 251</a>. Während das SdKfz 251/4 mit zwei <a href="MG_34" title="MG 34">MG 34</a> nicht zur Einsatzreife gelangte, wurde das SdKfz 251/17 mit <a href="2-cm-Flak_38" title="2-cm-Flak 38">2-cm-Flak 38</a> in nennenswerter Stückzahl gefertigt. Ab 1943 wurden vom Schützenpanzerwagen 251/21 mit Flak-Drilling etwa 320 Exemplare hergestellt. Als Waffe kamen entweder drei 1,5-cm-<a href="MG_151" title="MG 151">MG 151</a>/15 oder drei 2-cm-MG 151/20 zum Einsatz. Bei der <a href="8%2C8-cm-FlaK_18/36/37" class="mw-redirect" title="8,8-cm-FlaK 18/36/37">8,8-cm-FlaK</a> auf <a href="Sd.Kfz._8" title="Sd.Kfz. 8">Sd.Kfz. 8</a> bzw. <a href="Sd.Kfz._9" title="Sd.Kfz. 9">Sd.Kfz. 9</a> handelt es sich nicht um Flugabwehrfahrzeuge, da die Waffen zum Einsatz gegen verbunkerte Stellungen bzw. als Panzerjäger entwickelt wurden.
</p><p>Auf amerikanischer Seite diente das <a href="M3_(Halbkettenfahrzeug)" title="M3 (Halbkettenfahrzeug)">Halbkettenfahrzeug M3</a> als Basis für die Entwicklung des <a href="M16_(Halbkettenfahrzeug)" title="M16 (Halbkettenfahrzeug)">M16</a>. Zunächst mit zwei 12,7-mm-MGs bewaffnet und als M13 bezeichnet, kam ab November 1942 der <a href="M45_Quadmount" title="M45 Quadmount">M45 Quadmount</a> genannte Fla-Vierling mit Kaliber .50 zum Einsatz. Die Ausführung M15 mit der <i>37-mm Gun M1</i> bekam einen rundum drehbaren, gepanzerten Turm.
</p><p>Im Vereinigten Königreich wurden mangels verfügbarer eigener Halbkettenfahrzeuge ebenso wie in der Sowjetunion kleinkalibrige Fla-Waffen vorrangig auf Lkw-Fahrgestelle montiert. Die sowjetische ZiS-43 mit der <a href="Automatische_37-mm-Flugabwehrkanone_M1939_(61-K)" title="Automatische 37-mm-Flugabwehrkanone M1939 (61-K)">37-mm-FlaK M1939</a> gelangte nicht zur Serienreife und wurde im November 1942 eingestellt. In Großbritannien wurden leichte Geschütze zunächst auf Lkw verlastet. Daraus entwickelte sich die feste Installation der Waffen auf einem Lkw-Fahrgestell. Das erste derartige Fahrzeug war der mit einer 40-mm-Bofors-Flak ausgerüstete „Carrier, SP, 4x4, 40 mm AA“ auf dem <a href="Morris_C8" title="Morris C8">Morris C8</a>. Weitere Fahrzeuge dieser Art folgten.
</p><p>In zunehmendem Maße waren jedoch diese Lösungen unzureichend. Zwar waren diese Fahrzeuge ausreichend mobil, jedoch wurde der fehlende Schutz zum Nachteil. Durch die Verwendung von Panzerfahrgestellen sollten Schutz und Beweglichkeit an die der Kampfpanzer angeglichen werden. Ein Flakpanzer wurde während des Krieges zunächst im neutralen <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> entwickelt. Der <a href="Luftv%C3%A4rnskanonvagn_L-62_Anti_II" class="mw-redirect" title="Luftvärnskanonvagn L-62 Anti II">Luftvärnskanonvagn L-62 Anti II</a> wurde 1941/42 aus dem Panzer <a href="Stridsvagn_L-60" class="mw-redirect" title="Stridsvagn L-60">Stridsvagn L-60</a> abgeleitet. Als Waffe wurde die 40-mm-Flak 40 ItK/38 von <a href="Bofors" title="Bofors">Bofors</a> verwendet. Sechs dieser Panzer wurden 1942 nach Finnland verkauft und kamen somit im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Achsenmächte zum Einsatz. Die Konstruktionsunterlagen des L-62 Anti I waren bereits 1940 nach Ungarn verkauft worden. Auf ihrer Grundlage entstand dort der <a href="40M_Nimrod" title="40M Nimrod">40M Nimrod</a> mit einer in Lizenz hergestellten 40-mm-Bofors-Flak. Im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf wurde der Turm vergrößert und die Turmpanzerung verstärkt. Zwischen November 1941 und 1944 wurden ca. 135 Nimrod produziert.
</p><p>In Deutschland scheiterte die Entwicklung von Fla-Waffen auf Panzerfahrgestellen zunächst an den verfügbaren Chassis. Der <a href="Flakpanzer_I" title="Flakpanzer I">Flakpanzer I</a> mit der 2-cm-FlaK wurde 1940 nur in geringer Stückzahl hergestellt. Später verhinderten die fehlenden Produktionskapazitäten den Bau von Flakpanzern, so dass auf den Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251 zurückgegriffen werden musste. Erst ab März 1944 kamen die ersten leistungsfähigen <a href="Flakpanzer_IV" title="Flakpanzer IV">Flakpanzer IV</a> zum Einsatz. Der in der Truppe <i>Möbelwagen</i> genannte „Panzerflak-Selbstfahrlafette (3,7 cm) auf Panzerkampfwagen IV (Sd.Kfz. 161/3)“ war mit einer 3,7-cm-FlaK ausgerüstet und wurde in 240 Exemplaren gebaut. Zum Feuerkampf mussten die Seitenwände abgeklappt werden, so dass die Bedienung während des Feuerkampfes ungeschützt war. Der Flakpanzer <i>Wirbelwind</i>, offiziell als „Flakpanzer (2 cm) mit Fahrgestell Panzer IV (Sd.Kfz. 161/4)“ bezeichnet, war mit dem 2-cm-Flak-Vierling 38 bewaffnet und besaß einen um 360° drehbaren Turm mit festen Seitenwänden. Zwischen August 1944 und Februar 1945 wurden 105 Wirbelwind produziert. Der <i>Ostwind</i> war ähnlich wie der <i>Wirbelwind</i> aufgebaut, besaß aber nur noch eine <a href="3%2C7-cm-FlaK_43" class="mw-redirect" title="3,7-cm-FlaK 43">3,7-cm-FlaK 43</a>. Ein Prototyp wurde gebaut und während der <a href="Ardennenoffensive" title="Ardennenoffensive">Ardennenoffensive</a> eingesetzt, ein weiterer Prototyp des <i>Ostwind II</i> mit 3,7-cm-Flak-Zwilling 44 entstand zum Jahreswechsel 1944/45, ebenso ein <i>Zerstörer 45</i> mit dem 3-cm-Flak-Vierling 103/38. Eine Serienproduktion erfolgte nicht mehr. Vom <i>Kugelblitz</i> wurden bis Kriegsende lediglich fünf Vorserienexemplare hergestellt. Der Panzer war mit zwei 30-mm-Kanonen MK 103/38 mit Gurtzuführung bewaffnet und besaß einen rundum geschlossenen Turm. Der Einbau eines Raumbildentfernungsmessers war vorgesehen. Der <a href="Flakpanzer_Coelian" title="Flakpanzer Coelian">Flakpanzer Coelian</a> mit zwei 3,7-cm-Fla-Kanonen in einem geschlossenen Turm auf dem Chassis des <a href="Panzerkampfwagen_V_Panther" title="Panzerkampfwagen V Panther">Panzerkampfwagens V Panther</a> blieb ein Entwurfsmodell, lediglich eine Attrappe wurde gebaut.
</p><p>In Großbritannien diente der <a href="Cruiser_Tank_Mk_VI_Crusader" title="Cruiser Tank Mk VI Crusader"><i>Crusader</i></a> als Basisfahrzeug für Flakpanzer. Der Crusader III, AA Mk I war mit der 40-mm-FlaK von Bofors ausgerüstet, der <i>Crusader III, AA Mk II</i> bzw. <i>Mk III</i> mit je zwei <a href="20-mm-Oerlikon-Kanone" title="20-mm-Oerlikon-Kanone">20-mm-Maschinenkanonen von Oerlikon</a> und einem <a href="Vickers_K" title="Vickers K">Vickers-K</a>-Maschinengewehr oder mit drei Maschinengewehren. Mk II und III unterschieden sich nur durch die Anordnung der Funkanlage. Der <a href="Cruiser_Tank_Mk_VI_Crusader" title="Cruiser Tank Mk VI Crusader"><i>Centaur</i></a> wurde ebenfalls als Flakpanzer produziert. Von der mit zwei <a href="Polsten_20-mm-Flak" title="Polsten 20-mm-Flak">Polsten 20-mm-Flak</a> ausgerüsteten Version <i>Centaur AA Mk I</i> wurden 95 bei der <a href="Landung_in_der_Normandie" class="mw-redirect" title="Landung in der Normandie">Landung in der Normandie</a> eingesetzt, später aber aus dem Fronteinsatz zurückgezogen, da Fla-Waffen aufgrund der alliierten Luftüberlegenheit nur in geringem Umfange benötigt wurden. Auch der Nachfolger <i>Centaur AA Mk II</i> erhielt wieder zwei Polsten 20-mm-Flak.
</p><p>Der <a href="M24_Chaffee" title="M24 Chaffee">M24 Chaffee</a> diente in den USA als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Flakpanzers. Die als M19 bezeichnete Version war mit einem 40-mm-Flak-Zwilling von Bofors bewaffnet. Von 904 bestellten Panzern wurden 285 ausgeliefert.
</p><p>In der Sowjetunion unternahm man verschiedene Anstrengungen, Flakpanzer auf Basis leichter Panzer zu entwickeln. Alle Entwicklungen kamen wie auch die SU-72 vor allem wegen der Auslastung der sowjetischen Rüstungsindustrie mit dem Bau von Panzern und Selbstfahrlafetten nicht zur Produktion. Erst von der <a href="ZSU-37" title="ZSU-37">ZSU-37</a> wurden ab 1944 70 Stück produziert, das Fahrzeug kam jedoch während des Krieges nicht mehr zum Fronteinsatz.
</p><p>Gegen Ende des Krieges hatte sich der auf dem Chassis eines mittleren Panzers aufgebaute, mit ein oder zwei Maschinenkanonen des Kalibers 37 bis 44 mm ausgerüstete Flakpanzer als Standardlösung entwickelt. Entfernungsmessgeräte oder Feuerleitanlagen waren nicht integriert, geschossen wurde mit <a href="Reflexvisier" title="Reflexvisier">Reflexvisieren</a>. Daneben wurden leicht oder nur teilweise gepanzerte Flugabwehrfahrzeuge auf Halbkettenfahrzeugen genutzt, die mit mehrläufigen Maschinengewehren bewaffnet waren. Vorteilhaft war hier die geringere Komplexität, was sich in einem niedrigeren Preis, geringeren Anforderungen an die Herstellung und einer höheren Verfügbarkeit auswirkte.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerycaption">Fla-Waffen auf Lkw und Halbkettenfahrzeugen</li>
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<div class="gallerytext">Sd.Kfz 7/1 mit 2-cm-Flak-Vierling 38</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Sd.Kfz 7/2 mit 3,7-cm-Flak 37</div>
</li>
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<div class="gallerytext">M13</div>
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<div class="gallerytext">M15</div>
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<div class="gallerytext">M16</div>
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<div class="gallerytext">Britische 40-mm-FlaK auf Lkw</div>
</li>
</ul>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerycaption">Fla-Waffen auf Panzerfahrgestell</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Panzerflak-Selbstfahrlafette (3,7 cm) auf Panzerkampfwagen IV (Sd.Kfz. 161/3)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
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<div class="gallerytext">Flakpanzer (2 cm) mit Fahrgestell Panzer IV (Sd.Kfz. 161/4)</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Crusader mit 40-mm-FlaK</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Crusader III AA II mit 20-mm-FlaK-Zwilling</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Crusader mit Fla-Drilling</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">M19</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kalter_Krieg">Kalter Krieg</h3></div>
<p>Im <a href="Kalter_Krieg" title="Kalter Krieg">Kalten Krieg</a> standen sich von 1947 bis in die 1980er Jahre die <a href="Westliche_Welt" title="Westliche Welt">Westmächte</a> unter Führung der <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten von Amerika</a> und die <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> und ihre europäischen und asiatischen <a href="Satellitenstaat" title="Satellitenstaat">Satellitenstaaten</a> gegenüber. Nach den damaligen Vorstellungen würde eine militärische Auseinandersetzung hauptsächlich in <a href="Mitteleuropa" title="Mitteleuropa">Mitteleuropa</a> geführt werden. Dabei sollten Panzer- und mechanisierte Infanterieverbände zum Einsatz kommen. Ab den 1950er Jahren wurde von beiden Seiten auch der Einsatz taktischer Nuklearwaffen auf dem Gefechtsfeld geplant. Die Entwicklung selbstfahrender Flugabwehrwaffen wurde wesentlich von diesen Rahmenbedingungen, aber auch von den jeweils vorhandenen technischen und ökonomischen Möglichkeiten geprägt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flugabwehrkanonenpanzer_2">Flugabwehrkanonenpanzer</h4></div>

<p>Im Bereich der selbstfahrenden Fla-Artillerie wurden die schon im Zweiten Weltkrieg entstandenen Entwicklungslinien fortgeführt.
</p><p>Kleinkalibrige Fla-Waffen wurden auf Halbkettenfahrgestelle, aber auch auf gepanzerte Radfahrzeuge gesetzt. In der Sowjetunion wurde der <a href="BTR-152" title="BTR-152">BTR-152</a>A bzw. 152E entwickelt<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, bei dem auf das oben offene Chassis <a href="Wladimirow_KPW" title="Wladimirow KPW">14,5-mm-Maschinengewehre KPW</a> als Zwilling oder Vierling gesetzt wurden. Der <a href="M16_(Halbkettenfahrzeug)" title="M16 (Halbkettenfahrzeug)">M16</a> wurde in den amerikanischen Streitkräften, aber auch in der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a>, in Frankreich, Belgien, die Niederlande, Norwegen und Israel genutzt. Ein ähnliches Fahrzeug entstand mit dem <a href="M53/59_Praga" title="M53/59 Praga">M53/59 Praga</a> in der <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakei</a>. Vorteilhaft waren Beweglichkeit und einfache Konstruktion, jedoch entsprachen Waffenwirkung, hier insbesondere die Reichweite, und Schutz schon Ende der 1950er Jahre nicht mehr den Anforderungen. Der Kampf gegen Strahlflugzeuge wurde durch die fehlenden elektronischen Aufklärungs- und Feuerleitmittel erschwert.
</p><p>Die Entwicklung zu größeren, schwereren und stärker geschützten Panzern während des Zweiten Weltkrieges ermöglichte jetzt auch die Integration großkalibriger Fla-Bewaffnung. In den USA entstand ab 1951 der <a href="M42_Duster" title="M42 Duster">M42 <i>Duster</i></a>, in der Sowjetunion die <a href="ZSU-57-2" title="ZSU-57-2">ZSU-57-2</a>. Beiden Fahrzeugen ist gemeinsam, dass das Chassis auf Grundlage eines bereits vorhandenen Panzers entwickelt wurde. Beim M42 war dies der leichte Panzer <a href="M41_Walker_Bulldog" title="M41 Walker Bulldog">M41</a>, bei der ZSU-57-2 der mittlere Panzer <a href="T-54" title="T-54">T-54</a>. Beiden Systemen gemeinsam ist auch die Verwendung einer Zwillingswaffe, um durch die höhere Feuergeschwindigkeit die Trefferwahrscheinlichkeit und die Wirkung im Ziel zu erhöhen. Bei der ZSU kam die aus der <a href="57-mm-Flugabwehrkanone_S-60" title="57-mm-Flugabwehrkanone S-60">57-mm-Flugabwehrkanone S-60</a> entwickelte Kanone S-68 mit gleichem Kaliber, beim M42 die <a href="40-mm-Bofors-Gesch%C3%BCtz" title="40-mm-Bofors-Geschütz">M2A1 40-mm-Bofors Maschinenkanone</a> zum Einsatz. Beide Systeme wiesen auch ähnliche Leistungsdaten auf. Problematisch war jedoch auch hier das Fehlen elektronischer Aufklärungs- und Feuerleitmittel. Ein ähnlicher Ansatz wurde in der <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> mit dem <a href="Typ_63_(Flak)" class="mw-redirect" title="Typ 63 (Flak)">Typ 63</a> verfolgt, bei dem ein <a href="Automatische_37-mm-Flugabwehrkanone_M1939_(61-K)" title="Automatische 37-mm-Flugabwehrkanone M1939 (61-K)">37-mm-FlaK-Zwilling</a> auf das Fahrgestell eines Panzers <a href="T-34" title="T-34">T-34</a> gesetzt wurde.
</p><p>In den 1950er Jahren wurde durch den Fortschritt auf dem Gebiet der Elektronik der Bau von Flugabwehrpanzern möglich, bei dem Aufklärungs-, Führungs- und Wirkmittel auf einem Fahrzeug untergebracht werden konnten. Dies erhöhte einerseits die Mobilität der Flugabwehr, führte aber andererseits zu einer weitaus höheren Trefferwahrscheinlichkeit. In der Sowjetunion wurde ab 1957 mit dem Objekt 530 ein Flakpanzer mit zwei 57-mm-Kanonen entwickelt, bei dem zur Aufklärung und Feuerleitung zunächst der Komplex <i>Kama</i>, später der Komplex <i>Wolga</i> vorgesehen war. Beide Komplexe vereinten ein Radargerät mit einem Feuerleitrechner (радиолокационно-приборный комплекс). Nach Bau eines Prototyps 1958 wurde die Entwicklung eingestellt, da die gestellten Ziele mit kleinkalibrigen Waffen leichter zu erreichen waren. Ebenfalls ab 1957 wurden die <a href="ZSU-37-2" title="ZSU-37-2">ZSU-37-2 <i>Jenissei</i></a> und die <a href="ZSU-23-4" title="ZSU-23-4">ZSU-23-4 <i>Schilka</i></a> entwickelt, die mit einem 37-mm-Zwillings- bzw. einem 23-mm-Vierlingsgeschütz bewaffnet waren. Letztendlich wurde die ZSU-23-4 für die Serienproduktion ausgewählt, in die Bewaffnung der <a href="Sowjetarmee" title="Sowjetarmee">Sowjetarmee</a> übernommen und in zahlreiche Länder exportiert. Die Waffenwirkung war zunächst noch ausreichend. Ab Mitte der 1970er Jahre war die ZSU-23-4 gegen stärker gepanzerte Flugzeuge wie die <a href="Fairchild-Republic_A-10" title="Fairchild-Republic A-10">Fairchild-Republic A-10</a> nur noch wenig wirksam. Auch war die Reichweite zur Bekämpfung von Flugzeugen und <a href="Kampfhubschrauber" title="Kampfhubschrauber">Kampfhubschraubern</a>, die Abstandswaffen einsetzten, unzureichend. Aufgrund der technisch bedingten Reaktionszeiten war ein schneller Zielwechsel bei Nutzung des Aufklärungsradars nicht möglich. Die Bekämpfung von nur kurzzeitig auftauchenden Zielen war damit deutlich erschwert. Dies fiel insofern ins Gewicht, als die NATO ab Mitte der 1980er-Jahre Kampfhubschrauber und Flugzeuge mit <a href="Pr%C3%A4zisionsgelenkte_Munition" title="Präzisionsgelenkte Munition">präzisionsgelenkter Munition</a> und Waffensystemen einführte, die nach dem <a href="Fire-and-Forget" title="Fire-and-Forget">Fire-and-Forget</a>-Prinzip arbeiteten. Mangelhaft waren sowohl die fehlende Einbeziehung in einen automatisierten Führungsverbund als auch die durch die Radarabstrahlung bedingte relativ hohe Aufklärbarkeit und Störbarkeit der ZSU-23-4.
</p><p>In den USA wurde mit dem <a href="M163_Vulcan" title="M163 Vulcan">M163 <i>Vulcan</i></a> ein Fahrzeug für einen ähnlichen Aufgabenbereich entwickelt. Hier wurde eine <a href="M61_Vulcan" title="M61 Vulcan">20-mm-M168-Gatling-Kanone</a> als Hauptbewaffnung genutzt. Reichweite und Wirkung im Ziel ähnelten den entsprechenden Werten der ZSU-23-4. Allerdings hatte das Fahrzeug kein Suchradar, auch war die Bedienung im oben offenen Turm weitgehend ungeschützt.
</p>

<p>Der ab 1965 entwickelte <a href="Flugabwehrkanonenpanzer_Gepard" title="Flugabwehrkanonenpanzer Gepard">Flugabwehrkanonenpanzer <i>Gepard</i></a> folgte grundsätzlich dem Konzept der ZSU-23-4, allerdings kamen hier mit der <a href="35-mm-Oerlikon-Zwillingskanone" class="mw-redirect" title="35-mm-Oerlikon-Zwillingskanone">35-mm-L/90-Maschinenkanonen Oerlikon-KDA</a> eine deutlich leistungsfähigere Waffe zum Einsatz. Neuartig war beim <i>Gepard</i> die Verwendung von zwei separaten Radargeräten mit unabhängig arbeitenden Antennenanlagen für Aufklärung und Zielbegleitung. Dadurch ist es dem <i>Gepard</i> im Gegensatz zu ZSU-23-4 möglich, auch während der Zielbegleitung und -bekämpfung die Aufklärung des Luftraumes fortzusetzen. Die Trennung ermöglichte auch die Antenne des Suchradars als angeschnittenen Parabolspiegel auszulegen. Dessen <a href="Cosecans%C2%B2-Diagramm" title="Cosecans²-Diagramm">Cosecans²-Antennendiagramm</a> ermöglicht das nahezu vollständige Absuchen des Luftraumes bei einer Drehung der Antenne um 360°. Ähnlich war auch der amerikanische Flakpanzer <a href="M247_Sergeant_York" title="M247 Sergeant York">M247 <i>Sergeant York</i></a> aufgebaut. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen 35-mm-Oerlikon-Zwillingskanone wurde hier wieder ein 40-mm-Flakzwilling von Bofors verwendet. Notwendig geworden war die Entwicklung, weil die Reichweite der M163 im Kampf gegen Hubschrauber, die Abstandswaffen einsetzten, unzureichend war. Während der <i>Gepard</i> als erfolgreicher Entwurf gilt und auch nach Belgien und die Niederlande exportiert wurde, wurde nach 50 gebauten Fahrzeugen das Projekt M247 im Dezember 1986 wegen unüberwindbarer Probleme und finanzieller Engpässe eingestellt. Der ab 1987 eingeführte japanische Flakpanzer <a href="Typ_87_(Flakpanzer)" title="Typ 87 (Flakpanzer)">Typ 87</a> lehnt sich ebenfalls eng an die Konstruktion des <i>Gepard</i> an.
</p><p>Auch in Frankreich wurde mit dem <a href="AMX_13_DCA" title="AMX 13 DCA">AMX 13 DCA</a> ein Flakpanzer entwickelt. Zur Zielerfassung diente das „RD515 Œil Noir“-Zielerkennungsradar mit einer Reichweite von 12 km. Eine automatische Übermittlung der Zieldaten an die Richtantriebe der Waffen gab es jedoch nicht. Nach der Zielerfassung musste der Richtschütze das vom Radar erfasste Ziel in seinem optischen Sichtgerät auffassen und begleiten, da die Ziele nur optisch und von Hand verfolgt werden konnten. Das Radargerät wurde währenddessen für die Entfernungsmessung genutzt. Richtwinkel und Entfernung wurden über einen Feuerleitrechner an die Geschütze übermittelt. Insgesamt war diese Art der Feuerleitung kompliziert und potentiell fehlerbehaftet. Daher wurden vom AMX-13 DCA nur wenige Exemplare gebaut, ein Nachfolger wurde nicht entwickelt. Der in Italien entwickelte Flakpanzer <a href="Otomatic" title="Otomatic">Otomatic</a>, mit einer <a href="76/62_Compact" title="76/62 Compact">76/62 Compact</a> bewaffnet, verfügte über ein Feuerleit- und ein Suchradar. Allerdings wurde er von den italienischen Streitkräften aus Kostengründen nicht beschafft. Der stattdessen eingeführte <a href="SIDAM_25" title="SIDAM 25">SIDAM 25</a> besaß kein eigenes Radar und war zur Aufklärung und Feuerleitung auf ein in der Batterie mitgeführtes Radar angewiesen, was die Mobilität einschränkte. Insgesamt hatte sich am Ende der 1980er Jahre der auf einem Kettenfahrgestell aufgebaute Flakpanzer durchgesetzt, der mit schnellfeuernden Maschinenkanonen bewaffnet war und über ein eigenes Aufklärungsradar sowie über eine weitgehend automatisierte Feuerleiteinrichtung verfügte. Derartig komplexe Waffensysteme stellten jedoch hohe Anforderungen an Entwicklung und Produktion, so dass sie im Wesentlichen nur in der Sowjetunion, der Bundesrepublik Deutschland und Japan hergestellt wurden. Der in der Komplexität begründete Preis setzte der weiten Verbreitung derartiger Waffensysteme Grenzen.
</p><p>Eine Besonderheit stellt insofern das 1981 öffentlich vorgestellte Waffensystem <a href="Wildcat_(Waffensystem)" title="Wildcat (Waffensystem)"><i>Wildcat</i></a> dar, bei dem ein gepanzertes Radfahrgestell zum Einsatz kam. Dies sollte die Betriebskosten senken. Suchradar und Feuerleitgerät waren auch bei diesem Flakpanzer vorhanden. Allerdings konnten für das von <a href="Krauss-Maffei" title="Krauss-Maffei">Krauss-Maffei</a>, Siemens, Hollandse Signaal, Mauser, KUKA und AEG entwickelte System keine Abnehmer gefunden werden.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="gallerytext">M3 TCM-20</div>
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<div class="gallerytext">M53/59 Praga</div>
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<div class="gallerytext">M42 <i>Duster</i></div>
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<div class="gallerytext">ZSU-57-2</div>
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<div class="gallerytext">Type 63</div>
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<div class="gallerytext">M163 <i>Vulcan</i></div>
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<div class="gallerytext">M247 <i>Sergeant York</i></div>
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<div class="gallerytext">AMX-13 CDA</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">SIDAM</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Typ 87</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flugabwehrraketenpanzer_2">Flugabwehrraketenpanzer</h4></div>

<p>Am Ende der 1950er Jahre ermöglichte die sich entwickelnde Elektronik den Bau mobiler <a href="Flugabwehrrakete" title="Flugabwehrrakete">Flugabwehrraketensysteme</a>. Beispiele sind die US-amerikanische <a href="MIM-23_HAWK" title="MIM-23 HAWK">MIM-23 HAWK</a> und die sowjetischen Fla-Raketensysteme <a href="2K11_Krug" title="2K11 Krug">2K11 Krug</a> und <a href="2K12_Kub" title="2K12 Kub">2K12 Kub</a>. Bei den in der Sowjetunion entwickelten Systemen wurden leicht gepanzerte Kettenfahrgestelle genutzt, die der Besatzung neben dem Feuer vor Handwaffen und Splittern auch vor <a href="Biologische_Waffe" title="Biologische Waffe">bakteriologischen</a> und <a href="Chemische_Waffe" title="Chemische Waffe">chemischen Kampfstoffen</a> sowie <a href="Kernwaffe" title="Kernwaffe">radioaktivem Niederschlag</a> schützen. Um Flakpanzer im eigentlichen Sinne handelt es sich hier jedoch nicht, da Aufklärungs-, Führungs- und Wirkmittel auf mehrere Fahrzeuge verteilt waren. Auch das 1966 eingeführte System <a href="Crotale" title="Crotale">Crotale</a> nutzte ursprünglich noch mehrere Fahrzeuge für die unterschiedlichen Komponenten des Systems.
</p><p>Das erste sowjetische System, bei dem alle Komponenten auf einem Fahrzeug vereinigt werden konnten, war der Fla-Raketenkomplex <a href="9K33_Osa" title="9K33 Osa">9K33 Osa</a>, dessen Entwicklung vom amerikanischen <a href="MIM-46_Mauler" title="MIM-46 Mauler">MIM-46 <i>Mauler</i></a> initiiert wurde. Während die Entwicklung des MIM-46 wegen technischer Probleme eingestellt wurde, wurde die 9K33 in die Bewaffnung der Sowjetarmee übernommen und in zahlreiche Länder exportiert. Beide Waffensysteme besaßen bzw. besitzen ein Suchradar und damit die Möglichkeit zur eigenständigen elektronischen Aufklärung. Die Lenkung der Flugabwehrraketen erfolgt in beiden Fällen ebenfalls radargestützt. Auch der in den 1970er Jahren in deutsch-französischer Gemeinschaftsarbeit entwickelte Fla-Raketenpanzer <a href="Roland_(Waffensystem)" title="Roland (Waffensystem)"><i>Roland</i></a> nutzt ein Radargerät zur Aufklärung und Lenkung des Flugkörpers. Neben verschiedenen Lkw wurden Chassis des Schützenpanzers <a href="Marder_(Sch%C3%BCtzenpanzer)" title="Marder (Schützenpanzer)"><i>Marder</i></a>, des Kampfpanzers <a href="AMX-30" title="AMX-30">AMX-30</a> und der <a href="M109_(Panzerhaubitze)" title="M109 (Panzerhaubitze)">Panzerhaubitze M109</a> für die unterschiedlichen Ausführungen genutzt. Das britische System <a href="Rapier_(Rakete)" title="Rapier (Rakete)">Tracked Rapier</a> kombiniert Radar und acht Lenkflugkörper auf dem Fahrgestell M548, das auf Basis des <a href="M113" title="M113">M113</a> entstanden ist.
</p><p>Ein anderer konzeptioneller Ansatz wurde mit der 1968 eingeführten <a href="9K31_Strela-1" title="9K31 Strela-1">9K31 Strela-1</a> verfolgt. Hier wie auch beim Nachfolger <a href="9K35_Strela-10" title="9K35 Strela-10">9K35 Strela-10</a> kommen infrarotgelenkte Flugabwehrraketen zum Einsatz. Nachteilig war bei beiden Fahrzeugen die nicht oder nur eingeschränkt vorhandene Möglichkeit zur elektronischen Aufklärung. Den gleichen konzeptionellen Ansatz verfolgen die 1968 in Dienst gestellte <a href="MIM-72_Chaparral" title="MIM-72 Chaparral">MIM-72 <i>Chaparral</i></a>.
</p><p>Beide Ansätze wiesen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Infrarotgelenkte Systeme sind kompakter gebaut und damit mobiler, weitgehend gegen elektronische Gegenmaßnahmen geschützt und weniger komplex, was Entwicklungs- und Beschaffungskosten reduziert. Nachteilig ist die eingeschränkte Fähigkeit zur Aufklärung und die relativ geringe Reichweite. Radargeführte Flugabwehrraketensysteme haben demgegenüber eine größere Reichweite und sind bei Tag und Nacht einsetzbar.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Start- und Leitstation 9A33 des Fla-Raketenkomplexes 9K33</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Start- und Leitstation 9A330 des Fla-Raketenkomplexes Tor-M1</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Roland</i> auf Fahrgestell Spz <i>Marder</i></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Roland</i> auf Fahrgestell des AMX-30</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Roland</i> auf Fahrgestell M109</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tracked Rapier</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Startfahrzeug 9P31 des Fla-Raketenkomplexes 9K31 <i>Strela 1</i></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Startfahrzeug 9A35 des Fla-Raketenkomplexes 9K35 <i>Strela 10</i></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">MIM-72 <i>Chaparral</i></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gemischte_Systeme">Gemischte Systeme</h4></div>

<p>Bereits in den 1970er Jahren wurden beim Einsatz in der <a href="Sowjetarmee" title="Sowjetarmee">Sowjetarmee</a> die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der eingeführten Flugabwehrkanonen- und Flugabwehrraketenpanzer deutlich. Die ZSU-23-4 konnte mit ihrem Radargerät eigenständig aufklären und war bei Tag und Nacht einsetzbar. Nachteilig waren Reichweite und im Laufe der Zeit auch die Waffenwirkung der 23-mm-Kanonen. Die 9K31 <i>Strela 1</i> hatte eine höhere Reichweite, besaß aber keine Aufklärungsmittel und konnte bei Nacht und bei Tag unter bestimmten Bedingungen nicht eingesetzt werden. Beim Einsatz gegen die in den 1980er Jahren aufkommenden <a href="Marschflugk%C3%B6rper" title="Marschflugkörper">Marschflugkörper</a> war die Trefferwahrscheinlichkeit bei beiden System gering, jedoch konnte mit der ZSU-23-4 <a href="Sperrfeuer" title="Sperrfeuer">Sperrfeuer</a> geschossen werden. Die Bemühungen, die vorhandenen Nachteile zu kompensieren, führten in der Sowjetarmee und verbündeten Streitkräften zunächst zur Umstrukturierung der Fla-Artilleriebatterien zu Flaraketen-Artilleriebatterien, bei denen die ZSU-23-4 und die 9K31 <i>Strela 1</i>, später die 9K35 <i>Strela 10</i>, gemischt eingesetzt wurden.
</p><p>Letztlich führte dies zur Entwicklung der <a href="2K22_Tunguska" title="2K22 Tunguska">2K22 Tunguska</a>, bei der zwei <a href="30-mm-Kanone_2A38" title="30-mm-Kanone 2A38">30-mm-Kanonen 2A38</a>, acht Startvorrichtungen für radargesteuerte Raketen 9M311, ein Suchradar und ein Feuerleitradar auf einem Fahrzeug vereinigt wurden. Das Waffensystem wurde 1982 in Dienst gestellt und blieb bis zum Ende der 1980er Jahre weltweit das einzige Fahrzeug seiner Art.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_ab_1990">Entwicklung ab 1990</h3></div>

<p>Ab den 1990er Jahren nahmen die Konflikte <a href="Asymmetrische_Kriegf%C3%BChrung" title="Asymmetrische Kriegführung">asymmetrisch kämpfender Gegner</a> an Bedeutung zu. Demgegenüber trat die Bekämpfung von Flugzeugen, Hubschraubern und Marschflugkörpern zurück. Dies führte weltweit zur Reduzierung der Rolle der Flugabwehrpanzer. Neu eingeführte Systeme gehen im Wesentlichen auf Entwicklungen aus der Zeit des Kalten Krieges zurück oder stellen Weiterentwicklungen eingeführter Systeme dar. Neuentwicklungen wie <a href="ADATS" title="ADATS">ADATS</a> wurden teilweise nicht mehr eingeführt, Beschaffungen reduziert und die Anzahl der in Dienst stehenden Flugabwehrpanzer drastisch vermindert. Die <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> löste schließlich 2012 die <a href="Heeresflugabwehrtruppe" title="Heeresflugabwehrtruppe">Heeresflugabwehrtruppe</a> vollständig auf. Konzeptionell neue Ansätze wie das <a href="Medium_Extended_Air_Defense_System" title="Medium Extended Air Defense System">Medium Extended Air Defense System</a> entfernen sich zunehmend vom Konzept des autonom einsetzbaren, geschützten Flugabwehrpanzers, wurden nachhaltig verzögert und befinden sich noch weit vor einer eventuellen Realisierung.
</p><p>Insgesamt zeichnet sich die Tendenz ab, Flugabwehrsysteme auf ungepanzerten Fahrzeugen zu installieren. Derartige Waffensysteme sind leichter, weniger kostenintensiv, auf dem Gefechtsfeld ausreichend beweglich und können besser im Lufttransport verlegt werden. So wird das System 96K6 <i>Panzir</i> auf verschiedenen Lkw-Fahrgestellen produziert. Auch für den Schutz von Einrichtungen und Objekten gegen Bedrohungen aus der Luft wird zunehmend auf geschützte Fahrzeuge verzichtet, das <a href="N%C3%A4chstbereichschutzsystem_MANTIS" class="mw-redirect" title="Nächstbereichschutzsystem MANTIS">Nächstbereichschutzsystem MANTIS</a> ist beispielsweise ein stationäres System.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flugabwehrkanonenpanzer_3">Flugabwehrkanonenpanzer</h4></div>
<p>Konzeptionell wurden die während des Kalten Krieges verfolgten Entwicklungslinien fortgeführt. Bei dem südkoreanischen <a href="K30_Biho" title="K30 Biho">K30 <i>Biho</i></a>, dem britischen <a href="Marksman_(Flugabwehr)" class="mw-redirect" title="Marksman (Flugabwehr)"><i>Marksman</i></a> und dem polnischen <a href="PZA_Loara" title="PZA Loara">PZA <i>Loara</i></a> handelt es sich um Flugabwehrkanonenpanzer, die sich konzeptionell eng an den Flakpanzer <i>Gepard</i> anlehnen. Das israelische Derivat Machbet der <a href="M163_Vulcan" title="M163 Vulcan">M163 Vulcan</a> verwendet wie das Original eine 20-mm-Gatling-Kanone, während beim schwedischen <a href="Combat_Vehicle_90" title="Combat Vehicle 90">CV 9040AAV</a> eine 40-mm-Kanone zum Einsatz kommt. Der <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">chinesische</a> <a href="PGZ95" title="PGZ95">PGZ95</a> ähnelt wieder dem <i>Gepard</i>, besitzt allerdings vier 25-mm-Maschinenkanonen. Gemeinsam ist allen Fahrzeugen die Verwendung schnellfeuernder Maschinenkanonen sowie von Radar zur Aufklärung und Feuerleitung.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">K30 <i>Biho</i></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i>Marksman</i></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">PZA <i>Loara</i></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">CV9040AAV</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Machbet</div>
</li>
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<div class="gallerytext">PGZ95</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Flugabwehrraketenpanzer_3">Flugabwehrraketenpanzer</h4></div>
<p>Das Lenkwaffensystem <a href="ADATS" title="ADATS">ADATS</a> nutzte lasergelenkte Flugkörper und ermöglichte Zielerfassung und -verfolgung mit <a href="Radar" title="Radar">Radar</a>, TV, <a href="Infrarot" class="mw-redirect" title="Infrarot">Infrarot</a> (<a href="Forward_Looking_Infrared" title="Forward Looking Infrared">FLIR</a>) oder <a href="Restlichtverst%C3%A4rker" class="mw-redirect" title="Restlichtverstärker">Restlichtverstärker</a>, wurde aber mangels Bedarf in den USA und der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> nicht eingeführt, allerdings in geringen Stückzahlen von <a href="Kanada" title="Kanada">Kanada</a>, <a href="Thailand" title="Thailand">Thailand</a> und den <a href="Vereinigte_Arabische_Emirate" title="Vereinigte Arabische Emirate">Vereinigten Arabischen Emiraten</a> beschafft. Andere Flugabwehrraketenpanzer wurden nicht mehr eingeführt, beim <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischen</a> <a href="CA-95" title="CA-95">CA-95</a> und dem <a href="Kroatien" title="Kroatien">kroatischen</a> Strijela – 10CROA1 wurde die Waffenanlage der 9K35 <i>Strela 10</i> lediglich auf ein neues Fahrgestell gesetzt.
</p><p>Das <a href="Wiesel_2_Ozelot" title="Wiesel 2 Ozelot">Leichte Flugabwehr System (LeFlaSys)</a> wurde ab 1992 entwickelt und 2001 in die Bundeswehr eingeführt. Aufklärungs- und Wirkmittel sind hier auf mehrere Fahrzeuge verteilt. Als Waffen werden <a href="FIM-92_Stinger" title="FIM-92 Stinger">FIM-92 Stinger</a> oder <a href="9K38_Igla" title="9K38 Igla">9K38 Igla</a> eingesetzt. Mit dem Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeug AFF ist das LeFlaSys mit einem <a href="3D-Radar" title="3D-Radar">3-D-Luftraumüberwachungsradar</a> HARD (<b>H</b>elicopter &amp; <b>A</b>irplane <b>R</b>adio <b>D</b>etection Radar) der Firma <a href="Ericsson" title="Ericsson">Ericsson</a> ausgerüstet, welches Flugziele bis zu einer Entfernung von 20&nbsp;Kilometern und einer Höhe von 5000&nbsp;Metern erfassen kann. Die Systemkomponenten werden über Funk miteinander zum Datenaustausch verbunden. Um einen Flugabwehrpanzer im klassischen Sinne handelt es sich bei diesen System jedoch nicht mehr.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">ADATS</div>
</li>
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<div class="gallerytext">CA-95</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Strijela – 10CROA1</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Waffenträger <i>Ozelot</i> des LeFlaSys</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">AFF des LeFlaSys</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gemischte_Systeme_2">Gemischte Systeme</h4></div>
<p>Bei den gemischten Flugabwehrpanzern zeichneten sich konzeptionell ebenfalls keine neuen Entwicklungen ab. Die polnische ZSU-23-4MP <i>Biała</i> ist eine tiefgreifende Modernisierung der ZSU-23-4. Neben den 23-mm-Kanonen kommen auch hier infrarotgelenkte Fla-Raketen <i>Grom</i>, ein Derivat der sowjetischen 9K38 <i>Igla</i>, zum Einsatz. Auf ein aktives Radarsystem wurde vollständig verzichtet, die Zielerfassung und -begleitung erfolgt rein optisch. Der Analogrechner wurde durch einen digitalen Computer ersetzt. Durch die Verwendung neuer Munition soll die Reichweite der 23-mm-Kanonen um 0,5 bis 1 km gesteigert worden sein. Polen beschafft ungefähr 70 Exemplare, da die mittlerweile produzierte <a href="PZA_Loara" title="PZA Loara">PZA <i>Loara</i></a> zu kostenintensiv ist.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="M6_Linebacker" title="M6 Linebacker">M6 <i>Linebacker</i></a> kombiniert die infrarotgelenkte <a href="FIM-92_Stinger" title="FIM-92 Stinger">FIM-92 Stinger</a> mit einer 25-mm-Maschinenkanone. Die Zielerfassung erfolgt optisch und computergestützt.
</p><p>Das russische System <a href="96K6_Panzir" title="96K6 Panzir">96K6 Panzir</a> ist der Nachfolger der <i>Tunguska</i> und ähnlich aufgebaut. Neben verschiedenen Lkw-Typen wird auch das Chassis GM352M1E (ГМ352М1Е) als Basisfahrzeug angeboten.
</p><p>Eine komplette Neuentwicklung stellt das <a href="Serbien" title="Serbien">serbische</a> <a href="PASARS" title="PASARS">PASARS-System</a> dar. Es kombiniert infrarotgelenkte <a href="Wympel_R-3" title="Wympel R-3">Wympel-R-3-Raketen</a> mit einer 40-mm-Rohrwaffe. Als Basis dient ein 6×6-Radfahrzeug.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="gallerytext">ZSU-23-4MP Biała</div>
</li>
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<div class="gallerytext">M6 <i>Linebacker</i></div>
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<div class="gallerytext">96K6 <i>Panzir</i></div>
</li>
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<div class="gallerytext"><i>PASARS</i></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i><a href="Rheinmetall_Skyranger_30" title="Rheinmetall Skyranger 30">Skyranger 30</a></i> auf GTK Boxer</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Alexander_Borissowitsch_Schirokorad" title="Alexander Borissowitsch Schirokorad">Александр Широкорад</a>: <i>Отечественные полуавтоматические зенитные пушки</i> in <i>Техника и вооружение</i>, Ausgabe 07/1998 (russisch).</li>
<li><a href="Christopher_F._Foss" title="Christopher F. Foss">Christopher F. Foss</a>, <i>Jane's tank &amp; combat vehicle recognition guide</i>, Harper Collins Publishers, New York, 2002, ISBN 9780007127597 (englisch)</li>
<li>Владимир Розов: <i>Наперегонки с авиацией</i> in <i>Техника и вооружение</i>, Ausgabe 07/1998 (russisch).</li>
<li>М. Свирин: <i>Самоходки Сталина. История советской САУ 1919-194</i>, Verlag "Яуза"\"ЭКСМО", 2008 (russisch).</li>
<li>Walter J. Spielberger: <i>Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten.</i>&nbsp; Motorbuchverlag, Stuttgart 1975, ISBN 3-87943-402-6.</li>
<li><a href="Wilfried_Kopenhagen" title="Wilfried Kopenhagen">Wilfried Kopenhagen</a>: <i>Die Landstreitkräfte der NVA.</i> Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02297-4.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Self-propelled_anti-aircraft_weapons?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Flakpanzer</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Flugabwehrpanzer" class="extiw external" title="wikt:Flugabwehrpanzer">Wiktionary: Flugabwehrpanzer</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe Spielberger: <i>Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten.</i> S.&nbsp;114&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe Spielberger: <i>Der Panzerkampfwagen IV und seine Abarten.</i> S.&nbsp;109.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe Kopenhagen: <i>Die Landstreitkräfte der NVA.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="http://www.flickr.com/photos/kefraya/3185427523/">[1]</a></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20151219074753/http://www.idrive.kz/up_img/big_mil_02.jpg">Historisches Foto, ohne Titel</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Dezember 2015 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"> <div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 float-right" style="margin:6px 0 6px 15px; padding:0.3em; width:250px; text-align:center; border-style:solid; line-height:120%;">
<p>7,7 cm leichte Kraftwagenflak (Fried. Krupp, A.G.)<br>
<small><a rel="nofollow" class="external text" href="http://de.academic.ru/pictures/technik/large/TL100341.jpg">Link zum Bild (der Link führt zu einer Seite außerhalb der Wikipedia)</a></small><br>
</p>
<small>(Bitte Urheberrechte beachten)</small></div></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe: Владимир Розов: <i>Наперегонки с авиацией</i></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe <a href="Olaf_Groehler" title="Olaf Groehler">Olaf Groehler</a>: <i>Geschichte des Luftkrieges 1910 bis 1980</i>, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1981</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Bild siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131111092447/http://www.armourbook.com/uploads/forum/posts/1269371068_02.jpg">armourbook.com</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.armourbook.com%2Fuploads%2Fforum%2Fposts%2F1269371068_02.jpg">Originals</a></span> vom 11. November 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.armourbook.com/uploads/forum/posts/1269371068_02.jpg">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.armourbook.com/uploads/forum/posts/1269371068_02.jpg">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.armourbook.com</span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe <a rel="nofollow" class="external autonumber" href="http://aviarmor.net/tww2/tanks/gb/vickers_aa_40mm.htm">[2]</a> (russisch)</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">sieh u. a. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rwd-mb3.de/technik_a/pages/zpu2a.htm">Raketen- und Waffentechnischer Dienst im Kdo. MB III, Technikkatalog, 14,5-mm-Fla-MG-Zwilling auf SPW</a></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"> <span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.obr.tarnow.pl/pl/syswiezowe.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.obr.tarnow.pl/pl/syswiezowe.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.obr.tarnow.pl</span><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.obr.tarnow.pl/pl/syswiezowe.html">Website des Herstellers</a> <small>(Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2023. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.obr.tarnow.pl/pl/syswiezowe.html">Suche in Webarchiven</a>)</small> (polnisch)</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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